Autophagie genau erklärt - Jetzt Blogbeitrag über Autophagie lesen

Was genau ist eigentlich Autophagie?

Als Autophagie oder Autophagozytose wird der Selbstreinigungsprozess im Inneren der Zellen bezeichnet, in dessen Verlauf sogenannte Lysosomen beschädigtes Zellmaterial abbauen. Lysosomen sind winzige Zellorganellen, die verschiedene Verdauungsenzyme enthalten. Bei der Autophagozytose werden fehlerhaft gefaltete Proteine oder beschädigte Zellteile entsorgt bzw. recycelt. Auch Stoffwechselendprodukte und andere schädliche Substanzen werden abgebaut, was einer Entgiftung gleichkommt.

Unter herkömmlichen Bedingungen findet dieser Selbstreinigungsprozess nur in sehr reduziertem Umfang ab. Erst ein gewisser „Zellhunger“, der durch einen länger anhaltenden Mangel an Nährstoffen herbeigeführt wird, wie beispielsweise beim Fasten, kurbelt den Prozess der Autophagozytose an. Bereits nach ungefähr 14 Stunden Nahrungsenthaltung wird altes Zellmaterial durch neues ersetzt. Funktioniert dieser Selbstreinigungsprozess des Körpers nicht oder nur unzureichend, dann begünstigt dies Studien zufolge schneller das Entstehen chronischer Erkrankungen – von Entzündungen wie einer chronischen Sinusitis bis hin zu Tumorerkrankungen.  Der Begriff „Autophagie“ selbst bedeutet übrigens so viel wie „Selbstverdauung“ und wurde von dem Belgier Christian de Duve geprägt

So funktioniert der Selbstreinigungsprozess

Fehlerhafte Zelleiweiße werden von einer Art Doppel-Membran umschlossen. Innerhalb dieses „Autophagosoms“ werden nun die einzelnen Eiweiße in ihre Bestandteile zerlegt, die anschließend für den Proteinaufbau wiederverwertet werden. Funktioniert dieser Vorgang, bei dem defektes Zellmaterial durch neue Zellteile ersetzt wird, sorgt dieser für ein gesundes Gleichgewicht innerhalb des Körpers. Dann spricht man auch von einer funktionierenden, zellulären Homöostase. Während bei der Apoptose, dem programmierten Zelltod, gleich die ganze Zelle stirbt, werden bei der Autophagozytose lediglich beschädigte oder alte Zellen ab- und umgebaut.

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Wie du deinen körpereigenen Selbstreinigungsprozess unterstützen kannst

Die beste Möglichkeit, regelmäßig die Autophagozytose anzukurbeln, ist das Fasten.  Besonders das sogenannte Heilfasten nach Otto Buchinger ist bekannt dafür, dass es eine große Erleichterung bei chronisch entzündlichen Erkrankungen mit sich bringt und auch schon zahlreiche Heilungen zu verbuchen hat. Rheumatoide Arthritis, Typ 2-Diabetes, aber auch chronische Nasennebenhöhlenentzündungen und andere Beschwerden sollen besonders gut auf diese konsequente Art des Fastens ansprechen. Dies sollte aber eher unter fachkundiger Anleitung in einer Fastenklinik geschehen. Doch auch mit dem Intervallfasten, welches bestenfalls ein selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens wird, wird die Autophagozytose – und das auch noch täglich – gefördert. Denn auch durch ein tägliches Fasten von 16 Stunden, wie das bei der 16:8-Methode der Fall ist, werden durch die Stoffwechselumstellung chronische Entzündungsprozesse günstig beeinflusst.

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Wie beim Fasten Entzündungen reduziert werden

Neben der Autophagozytose kommt es beim Fasten auch zur vermehrten Bildung von Ketonkörpern, die aus Fettsäuren gebildet werden. Denn der Körper bezieht seine Energie nun durch die Fettverbrennung, wenn ihm längere Zeit keine Kohlenhydrate zugeführt werden. Ketone wirken aber auch immunregulierend auf das Immunsystem ein und wirken so bereits zu Beginn hemmend auf unnötige Entzündungsprozesse, wie Studien an Mäusen belegen konnten

Darm frei – Nase frei?

Häufig zeigt sich ein Zusammenhang zwischen dem, wie und was der Darm zu verdauen hat und chronischen Nasennebenhöhlenbeschwerden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin sieht man eine direkte Verbindung zwischen den Schleimhäuten des Darms und der Atemorgane. So kommt bei chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen auch der Darmflora eine wichtige Rolle zu. Der Darm ist eben auch ein Entgiftungsorgan und wesentlich daran beteiligt, willst du deine Nasennebenhöhlenentzündung behandeln. Außerdem bilden die Immunzellen im Darm etwa 70 Prozent des körpereigenen Immunsystems. Durch das Intervallfasten in Verbindung mit einer basenreichen Ernährung kommt es neben der regelmäßig stattfindenden Autophagozytose auch zu einer Gewebeentsäuerung, die ebenfalls einen positiven Einfluss auf chronische Entzündungen ausübt. Wie oben – so unten, heißt ein bekannter Satz, der Hermes Trismegistos zugeschrieben wird. Letzten Endes ist ein leerer Darm eine Erholung für den ganzen Organismus – vergleichbar vielleicht mit einem Reset oder einer Defragmentierung beim PC.

So kannst du die körpereigene Autophagozytose unterstützen

  • Fasten: Nach etwa 13 bis 14 Stunden ohne Nahrung beginnt der Körper mit seinem Aufräumprogramm, welches mit der Dauer des Fastens täglich mehr aktiviert wird.
  • Ketogene Ernährung in Verbindung mit Intervallfasten

    Auch hierbei muss der Organismus seine Energie überwiegend aus Fetten beziehen, da ihm keine Kohlenhydrate für seinen Stoffwechsel zur Verfügung stehen. Auch so entsteht ein gewisser „Zellhunger“.

  • Sport: Durch exzessiven Kraft- oder Ausdauerstoff kann der Organismus ebenfalls in die Ketose und auch den Prozess der Autophagozytose kommen, wenn hierbei mehr Energie verbrannt, als zugeführt wird.
  • Spermidinhaltige Nahrungsmittel

    Auch Spermidin, ein biogenes Polyamin, fördert den Selbstreinigungsprozess und ist zudem am Zellaufbau beteiligt. Es wirkt stark entzündungshemmend, was sich dann wiederum positiv auf eine chronische Sinusitis auswirkt.

Folgende Nahrungsmittel enthalten reichlich Spermidin:

  • Blumenkohl und Brokkoli
  • – Shitakepilze
  • – Äpfel
  • – Amaranth
  • – Sojaprodukte
  • – Weizenkeime und Vollkornprodukte
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Wie hilft die Autophagozytose also gegen deine chronische Sinusitis

• Durch die Autophagozytose kommt es zur Zellerneuerung. Dadurch wird unter anderem auch das Immunsystem gezielter unterstützt. Es gelangen weniger krankmachende Keime in den Blutkreislauf, auf die der Körper mit einer ständigen Abwehrhaltung reagieren müsste.

• Mit der Autophagozytose kommt es beim Fasten auch zur Ketose, die sich ebenfalls günstig auf überschießende Immunantworten auswirkt. Denn die Ketose führt zu einer Reduzierung des sogenannten NLPR3-Inflammosoms, welches für Überreaktionen des Körpers verantwortlich ist.

• Auch Mitochondrien der Zellen profitieren von der Zellreinigung und können somit effizienter arbeiten, was einen positiven Einfluss gerade bei chronischen Entzündungen hat. Da der Körper nur bei längerem Fehlen von Zucker mit Autophagozytose reagiert, fehlt damit eine der größten Förderer chronischer Entzündungen.

• Insulin, welches als Türöffner für die Zellen gilt, da diese nur mit Hilfe von Insulin den Zucker aufnehmen können, ist ein Hormon, welches in hohem Maße Entzündungen fördert. Dein Körper kommt nur in die Autophagozytose, wenn die Zellen keine Energie in Form von Zucker erhalten. Somit wird auch kein entzündungsförderndes Insulin ausgeschüttet, solange sich dein Organismus im Selbstreinigungsprozess befindet. Umgekehrt hemmt Insulin den Selbstreinigungsprozess, da die Zellen durch das Insulin quasi mit dem im Blut befindlichen Zucker „gefüttert“ würden.

Autophagozytose: Unterstützung für die Nasennebenhöhlen auf Zellebene

Mit Hilfe der Autophagozytose lässt sich also auch eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung behandeln bzw. die Heilung unterstützen.
Denn nicht selten ist ein gestörter Zellstoffwechsel für die chronische Entzündung mit verantwortlich.

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Für den Energiehaushalt der ca. siebzig Billionen Zellen im Körper sind die Mitochondrien zuständig. Diese versorgen die Zellen mit lebenswichtiger Energie, solange sie einwandfrei funktionieren. Nur wenn alle Bestandteile der Zelle bei Bedarf immer wieder erneuert werden, ist eine reibungslose Funktion gewährleistet und genau dies passiert während des Selbstreinigungsprozesses, der Autophagozytose. Dann fällt es auch dem Immunsystem leichter, adäquat auf Pathogene zu reagieren, ohne dass es zu chronischen Entzündungen kommen muss.

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